Finanzierung
Kaufnebenkosten
Die Kaufnebenkosten kommen zum Kaufpreis hinzu – in Baden-Württemberg summieren sie sich auf rund 10 bis 12 Prozent.
Die Kaufnebenkosten sind alle Kosten, die beim Immobilienkauf zusätzlich zum Kaufpreis anfallen. In Baden-Württemberg summieren sie sich typischerweise auf 10 bis 12 Prozent des Kaufpreises – bei einem Objekt für 600.000 Euro also 60.000 bis 72.000 Euro, die in der Regel aus Eigenkapital zu zahlen sind.
Die Posten im Einzelnen
- Grunderwerbsteuer: 5,0 Prozent in Baden-Württemberg.
- Notar und Grundbuch: zusammen rund 1,5 bis 2,0 Prozent für Beurkundung, Auflassungsvormerkung und Eigentumsumschreibung.
- Maklerprovision: bei Wohnimmobilien üblicherweise hälftig geteilt, je 3,57 Prozent inklusive Mehrwertsteuer.
- Optional: Finanzierungsnebenkosten, Gutachten, Umzug.
Spielräume kennen
Banken finanzieren Nebenkosten meist nicht mit – sie sind das Mindest-Eigenkapital. Ein kleiner Hebel: Mitverkauftes Inventar wie Einbauküche oder Sauna kann im Kaufvertrag separat ausgewiesen werden und mindert die Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer. Käufer wie Verkäufer sollten die Nebenkosten von Beginn an in die Preisverhandlung einbeziehen – sie bestimmen mit, was ein Käufer maximal bieten kann.
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Häufige Fragen
Typischerweise 10 bis 12 Prozent des Kaufpreises: 5 Prozent Grunderwerbsteuer, rund 1,5 bis 2 Prozent Notar und Grundbuch, dazu üblicherweise 3,57 Prozent Maklerprovision (hälftiger Anteil).
In der Regel nicht – Banken erwarten, dass mindestens die Nebenkosten aus Eigenkapital gezahlt werden. Eine Finanzierung über 100 Prozent des Kaufpreises hinaus gibt es nur bei sehr guter Bonität und zu spürbaren Zinsaufschlägen.
Vor allem die eigene Hälfte der Maklerprovision, ggf. die Vorfälligkeitsentschädigung bei vorzeitiger Kreditablösung sowie Kosten für Unterlagen wie den Energieausweis. Notar- und Grundbuchkosten trägt überwiegend der Käufer.