Finanzierung
Annuitätendarlehen
Das Annuitätendarlehen ist die häufigste Form der Immobilienfinanzierung: gleichbleibende Raten, in denen der Tilgungsanteil stetig wächst.
Das Annuitätendarlehen ist die Standardform der Immobilienfinanzierung in Deutschland. Die monatliche Rate – die Annuität – bleibt über die gesamte Sollzinsbindung konstant und setzt sich aus einem Zins- und einem Tilgungsanteil zusammen. Mit jeder Zahlung sinkt die Restschuld, der Zinsanteil schrumpft und der Tilgungsanteil wächst.
Die wichtigsten Stellgrößen
- Sollzins: der vereinbarte Zinssatz für die Dauer der Zinsbindung.
- Anfängliche Tilgung: üblich sind 2 bis 3 Prozent – je höher, desto schneller schuldenfrei.
- Zinsbindung: meist 10 bis 20 Jahre; danach folgt die Anschlussfinanzierung.
- Sondertilgungen: vertraglich vereinbarte Extra-Zahlungen verkürzen die Laufzeit deutlich.
Bedeutung für Käufer und Verkäufer
Für Käufer entscheidet die Annuität über die monatliche Belastbarkeit – Banken prüfen sie gegen das Haushaltseinkommen. Für Verkäufer ist das Verständnis ebenfalls nützlich: Wer die Finanzierungslogik der Käuferseite kennt, kann Bonität und Finanzierungszusagen besser einschätzen und vermeidet geplatzte Kaufverträge kurz vor dem Notartermin.
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Häufige Fragen
Die Annuität ist als Summe konstant: Mit sinkender Restschuld schrumpft der Zinsanteil – der frei werdende Teil fließt automatisch in die Tilgung.
Üblich sind 2 bis 3 Prozent. Je höher die Tilgung, desto schneller schuldenfrei und desto geringer die Gesamtzinskosten – die Rate sollte aber dauerhaft tragbar bleiben.
Die Restschuld braucht eine Anschlussfinanzierung – per Verlängerung bei der eigenen Bank, Umschuldung oder vorausschauend per Forward-Darlehen.