Finanzierung
Forward-Darlehen
Mit einem Forward-Darlehen sichern sich Eigentümer heutige Zinsen für eine Anschlussfinanzierung, die erst in einigen Jahren beginnt.
Das Forward-Darlehen ist eine Anschlussfinanzierung mit Vorlauf: Eigentümer schließen es bis zu fünf Jahre vor Ablauf ihrer aktuellen Sollzinsbindung ab und sichern sich damit das heutige Zinsniveau für die Zukunft. In der Vorlaufzeit fallen keine Raten an – das Darlehen startet erst, wenn die alte Zinsbindung endet.
Der Preis der Sicherheit
Für die Zinsgarantie verlangen Banken einen Forward-Aufschlag, üblicherweise etwa 0,01 bis 0,03 Prozentpunkte je Monat Vorlaufzeit. Ob sich das rechnet, hängt von der Zinserwartung ab: Steigen die Zinsen stärker als der Aufschlag, gewinnt der Abschluss – fallen sie, zahlt man drauf, denn die Abnahmepflicht ist verbindlich.
Für wen es sich eignet
Forward-Darlehen passen zu Eigentümern, die Planungssicherheit höher gewichten als die Chance auf fallende Zinsen – etwa bei knapper Haushaltsrechnung oder absehbarem Ruhestand. Wer dagegen einen Verkauf der Immobilie in Betracht zieht, sollte vorher genau rechnen: Die Abnahmeverpflichtung kann sonst eine Vorfälligkeitsentschädigung durch die Hintertür auslösen.
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Häufige Fragen
Je nach Bank bis zu 60 Monate vor Ablauf der aktuellen Zinsbindung – üblich und meist am günstigsten sind 12 bis 36 Monate Vorlauf.
Typischerweise 0,01 bis 0,03 Prozentpunkte je Monat Vorlaufzeit – bei 24 Monaten also rund 0,25 bis 0,7 Prozentpunkte auf den Sollzins.
Das Darlehen muss trotzdem zu den vereinbarten Konditionen abgenommen werden – sonst droht eine Nichtabnahmeentschädigung. Das Forward-Darlehen ist eine Versicherung gegen steigende, keine Wette auf fallende Zinsen.