Guten Immobilienmakler finden: Kriterien und Fragen
Woran Sie Qualität erkennen, bevor Sie unterschreiben
Der Maklerberuf ist kaum reguliert, die Qualitätsunterschiede sind groß. Wer verkauft, sollte deshalb vergleichen und die richtigen Fragen stellen. Hier finden Sie Kriterien, Fragenkatalog und die Warnsignale, bei denen Sie besser weitersuchen.

Woran erkenne ich einen guten Immobilienmakler?
An nachweisbaren Verkäufen in Ihrer Lage, einer transparenten Wertermittlung und einer Strategie statt großer Versprechen. Der Maklerberuf ist in Deutschland kaum reguliert, die Qualitätsunterschiede sind enorm. Umso wichtiger ist es, vor der Unterschrift die richtigen Fragen zu stellen und die Antworten zu prüfen.
Dieser Beitrag gibt Ihnen die Kriterien, den Fragenkatalog für das Erstgespräch und die Warnsignale, bei denen Sie besser weitersuchen.
Warum der höchste versprochene Preis nichts beweist
Ein beliebter Trick im Einkauf: Der Makler nennt den höchsten Angebotspreis und bekommt den Auftrag. Monate später folgen die Preissenkungen, und das Objekt ist im Markt verbrannt. Ein seriöser Preis kommt aus Daten und Vergleichsobjekten, nicht aus dem Wunsch, Ihnen zu gefallen.


Welche Fragen sollte ich im Erstgespräch stellen?
Fragen Sie nach konkreten Referenzen in Ihrer Lage und Objektklasse, nach der Methodik der Wertermittlung, nach dem Vermarktungsplan mit Zeitachse und danach, wie Interessenten auf ihre Bonität geprüft werden. Gute Makler beantworten das präzise und mit Beispielen.
Die Antworten sagen mehr als jede Broschüre
Achten Sie weniger auf Hochglanz und mehr auf Substanz: Wer seine Preisempfehlung herleiten kann, Besichtigungen strukturiert plant und offen über Laufzeit und Kündigung spricht, arbeitet auch im Verkauf so.
„Fragen Sie jeden Makler, wie er auf seinen Preis kommt. Wer dann keine Daten zeigt, sondern Versprechen macht, will Ihren Auftrag und nicht Ihren Höchstpreis. Genau daran trennt sich die Spreu vom Weizen.“
Tobias Troendle Geschäftsführer, Strudel Immobilien Kostenlose Online-Wertermittlung
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Alleinauftrag oder mehrere Makler?
Die Auftragsart bestimmt, wie engagiert für Sie gearbeitet wird:
| Auftragsart | Bindung | Wirkung |
|---|---|---|
| Einfacher Auftrag | mehrere Makler parallel möglich | Niemand investiert richtig. Das Objekt taucht mehrfach auf und wirkt wie ein Ladenhüter. |
| Alleinauftrag | ein Makler, Eigenverkauf bleibt erlaubt | Klare Verantwortung, ordentliches Engagement. |
| Qualifizierter Alleinauftrag | ein Makler, auch Eigeninteressenten werden verwiesen | Volle Investition in Aufbereitung und Vermarktung. Üblich bei professioneller Arbeit, befristet vereinbaren. |
Wichtig ist die Befristung: Drei bis sechs Monate sind üblich. Seriöse Makler haben kein Problem mit einer fairen Ausstiegsregelung, wenn die Leistung nicht stimmt.
Welche roten Flaggen sollte ich ernst nehmen?
- Auffällig hohe Preisversprechen ohne Herleitung: die klassische Einkaufstaktik.
- Bewertung ohne Besichtigung: Wer Ihr Haus nie gesehen hat, kann es nicht seriös bepreisen.
- Druck zur schnellen Unterschrift: Ein guter Makler übersteht eine Nacht Bedenkzeit.
- Lange Laufzeiten ohne Ausstieg: Zwölf Monate Bindung ohne Kündigungsoption schützen nur den Makler.
- Vorabkosten: Seriöse Makler verdienen am Erfolg, nicht an Gebühren vor dem Verkauf.
- Keine prüfbaren Referenzen: Verkaufte Objekte in Ihrer Gegend lassen sich benennen und zeigen.
Was kostet ein Makler und wer zahlt?
Seit 2020 gilt beim Verkauf an Verbraucher: Beauftragt der Verkäufer den Makler, zahlt der Käufer höchstens die Hälfte der Provision. Üblich sind in Baden-Württemberg insgesamt rund sechs bis sieben Prozent des Kaufpreises, hälftig geteilt. Entscheidend ist, was Sie dafür bekommen: Wertermittlung, Aufbereitung, geprüfte Interessenten, Verhandlung und die Begleitung bis zur Übergabe. Ein Makler, der den Verkaufspreis um wenige Prozent hebt, hat seine Provision mehr als verdient.
Fazit: Vergleichen lohnt sich, prüfen noch mehr
Nehmen Sie sich für die Maklerwahl so viel Zeit wie für die Wahl der Küche. Sprechen Sie mit zwei oder drei Kandidaten, stellen Sie allen dieselben Fragen und vergleichen Sie die Herleitung der Preisempfehlung. Wir bei Strudel Immobilien beantworten jede dieser Fragen mit Zahlen aus dem Stuttgarter Markt. Stellen Sie uns auf die Probe.
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Fragenkatalog zum Download
16 Fragen für das Erstgespräch mit jedem Makler, plus die roten Flaggen. Kostenlos als PDF, ohne Anmeldung.
Häufige Fragen zur Maklerwahl
Drei bis sechs Monate sind marktüblich, oft mit Verlängerungsoption. Wichtig sind eine klare Befristung und eine faire Regelung für den Fall, dass die Leistung nicht überzeugt.
Beim einfachen Auftrag und beim Alleinauftrag ja. Beim qualifizierten Alleinauftrag verweisen Sie auch eigene Interessenten an den Makler. Welche Form vereinbart ist, steht im Vertrag.
Grundsätzlich ja, sie ist gesetzlich nicht festgelegt. Aussagekräftiger als der letzte Zehntelprozentpunkt ist aber das Verhältnis von Leistung und Ergebnis. Der günstigste Makler ist selten der mit dem besten Verkaufspreis.
Der Makler vermittelt zwischen beiden Seiten und erhält von beiden je die Hälfte der Provision. Das ist der gesetzliche Normalfall beim Verkauf von Wohnimmobilien an Verbraucher und sorgt für ausgewogene Interessen.

Tobias Troendle · Geschäftsführer
Persönliche Beratung
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