Bewertung
Mietrendite
Die Mietrendite zeigt, wie sich eine vermietete Immobilie im Verhältnis zum Kaufpreis verzinst und ist eine zentrale Kennzahl für Kapitalanleger.
Die Mietrendite gibt an, wie sich eine vermietete Immobilie im Verhältnis zum eingesetzten Kapital verzinst. Sie setzt die Mieteinnahmen ins Verhältnis zum Kaufpreis. Damit ist sie die wichtigste Kennzahl für Kapitalanleger und hilft, verschiedene Objekte schnell zu vergleichen.
Brutto- und Nettomietrendite
Man unterscheidet zwei Varianten. Die Bruttomietrendite ist schnell berechnet, die Nettomietrendite ist aussagekräftiger, weil sie mehr Kosten einrechnet.
| Kennzahl | Berechnung |
|---|---|
| Bruttomietrendite | Jahreskaltmiete geteilt durch Kaufpreis, mal 100 |
| Nettomietrendite | Jahresreinertrag geteilt durch Gesamtkosten, mal 100 |
Die Nettorendite berücksichtigt auch Kaufnebenkosten und laufende Bewirtschaftungskosten. In Baden-Württemberg fällt unter anderem die Grunderwerbsteuer von 5,0 Prozent an, dazu Notar und Grundbuch. Die Nettorendite liegt deshalb meist deutlich unter der Bruttorendite.
Was eine gute Mietrendite ausmacht
Eine pauschale Zielmarke gibt es nicht. In gefragten Lagen wie Stuttgart sind die Kaufpreise hoch, deshalb fallen die Renditen oft niedriger aus als auf dem Land. Anleger nehmen das in Kauf, weil sie auf Wertsteigerung und sichere Vermietung setzen. Wichtig ist, die Rendite immer im Zusammenhang mit Lage und Zustand zu sehen. Eine hohe Rendite in schwacher Lage kann ein Warnsignal sein.
Was die Rendite schmälert
Mietausfälle, Instandhaltung und Verwaltung drücken den Ertrag. Wer nur die Bruttorendite betrachtet, überschätzt den tatsächlichen Gewinn leicht. Eine ehrliche Rechnung kalkuliert deshalb auch Rücklagen für Reparaturen und mögliche Leerstände ein. Erst dann zeigt sich, was vom Mietertrag wirklich übrig bleibt. Auch die Finanzierung gehört in die Gesamtbetrachtung, denn Zinsen und Tilgung bestimmen mit, was am Ende für den Anleger bleibt.
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Häufige Fragen
In gefragten Stuttgarter Lagen liegt die Bruttomietrendite oft im Bereich von etwa drei bis vier Prozent. In günstigeren Regionen sind höhere Werte möglich.
Weil sie Kaufnebenkosten und laufende Kosten wie Verwaltung und Instandhaltung einrechnet. Diese Posten mindern den tatsächlichen Ertrag spürbar.
Nein. Auch die mögliche Wertsteigerung, die Lage und das Mietausfallrisiko gehören in die Entscheidung. Die Rendite ist nur ein Baustein.