Stadtentwicklung
Sanierungsgebiet
Im förmlich festgelegten Sanierungsgebiet fördert die Kommune die Aufwertung eines Viertels – mit Steuervorteilen, aber auch besonderen Pflichten für Eigentümer.
Ein Sanierungsgebiet ist ein förmlich festgelegtes Gebiet, in dem die Kommune städtebauliche Missstände beheben will – über öffentliche Investitionen, Fördermittel und besondere rechtliche Instrumente des Baugesetzbuchs. Die Festlegung wird im Grundbuch durch einen Sanierungsvermerk sichtbar.
Vorteile für Eigentümer
Modernisierungen in Sanierungsgebieten können erheblich gefördert werden – über Zuschüsse und vor allem über die erhöhte steuerliche Abschreibung nach §§ 7h EStG, ähnlich attraktiv wie beim Denkmalschutz. Gleichzeitig wertet die öffentliche Hand das Umfeld auf: Straßen, Plätze, Grünflächen.
Pflichten und Kosten
Im Gegenzug gelten Genehmigungsvorbehalte: Verkauf, Belastung und bauliche Maßnahmen bedürfen der sanierungsrechtlichen Genehmigung der Kommune. Nach Abschluss der Sanierung kann ein Ausgleichsbetrag für die sanierungsbedingte Bodenwertsteigerung erhoben werden. Wer in einem Sanierungsgebiet kauft oder verkauft, sollte Status und mögliche Ausgleichsbeträge vorab klären – beides gehört in jede seriöse Bewertung und Kaufpreisverhandlung.
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Häufige Fragen
Am Sanierungsvermerk in Abteilung II des Grundbuchs – und über die Gemeinde, die festgelegte Gebiete öffentlich bekannt macht.
Nach Abschluss der Sanierung kann die Kommune die sanierungsbedingte Bodenwertsteigerung abschöpfen – ein Betrag, der bei Verkauf oder Aufhebung des Gebiets fällig werden kann und in jede Kaufpreiskalkulation gehört.
Erhöhte Abschreibungen nach § 7h EStG für abgestimmte Modernisierungen, mögliche Zuschüsse – und ein Umfeld, das durch öffentliche Investitionen an Qualität gewinnt.