Sanierung & Energie
Bedarfsausweis
Der Bedarfsausweis bewertet die Energieeffizienz eines Gebäudes rechnerisch, unabhängig vom Verhalten der Bewohner.
Der Bedarfsausweis ist eine Variante des Energieausweises, bei der der Energiebedarf eines Gebäudes rechnerisch ermittelt wird. Grundlage sind die Bauteile der Gebäudehülle und die Anlagentechnik, also Dämmung, Fenster, Heizung und Lüftung. Im Gegensatz zum Verbrauchsausweis hängt das Ergebnis nicht vom Verhalten der Bewohner ab, sondern beschreibt die theoretische energetische Qualität des Hauses.
Bedarfsausweis und Verbrauchsausweis
Es gibt zwei Arten von Energieausweis. Sie unterscheiden sich in der Berechnungsgrundlage.
- Bedarfsausweis: berechneter Energiebedarf anhand der Gebäudedaten
- Verbrauchsausweis: gemessener Energieverbrauch der letzten Jahre, abhängig vom Nutzerverhalten
Der Bedarfsausweis gilt als aussagekräftiger für die bauliche Substanz, weil er unabhängig davon ist, ob frühere Bewohner viel oder wenig geheizt haben.
Wann ein Bedarfsausweis Pflicht ist
Für ältere und kleinere Wohngebäude, die einen bestimmten energetischen Standard nicht erfüllen, ist der Bedarfsausweis vorgeschrieben. Bei vielen unsanierten Stuttgarter Altbauten trifft das zu. Spätestens beim Verkauf oder der Vermietung muss ein gültiger Energieausweis vorliegen.
Was der Ausweis zeigt
Der Bedarfsausweis weist unter anderem den Endenergiebedarf und den Primärenergiebedarf aus und ordnet das Gebäude einer Energieeffizienzklasse zu. Wer kaufen oder verkaufen möchte, erhält so eine vergleichbare Einschätzung. Eine Energieberatung kann den Ausweis erstellen und zugleich Sanierungsschritte aufzeigen.
Gültigkeit und Pflichtangaben
Ein Energieausweis ist in der Regel zehn Jahre gültig. Schon in einer Immobilienanzeige müssen wichtige Kennwerte wie Art des Ausweises, Energiebedarf und Effizienzklasse genannt werden. Spätestens bei der Besichtigung ist der Ausweis vorzulegen. Wer diese Pflichten kennt, vermeidet Verzögerungen und mögliche Bußgelder beim Verkauf oder bei der Vermietung.
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Häufige Fragen
Der Bedarfsausweis berechnet den Energiebedarf aus den Gebäudedaten. Der Verbrauchsausweis stützt sich auf den gemessenen Verbrauch und hängt vom Nutzerverhalten ab.
Vor allem bei älteren, kleineren Wohngebäuden mit niedrigem energetischen Standard. Beim Verkauf oder der Vermietung muss ein gültiger Energieausweis vorliegen.
Der Bedarfsausweis gilt als objektiver, weil er die bauliche Qualität bewertet und nicht davon abhängt, wie die bisherigen Bewohner geheizt haben.