Sanierung & Energie
Primärenergiebedarf
Der Primärenergiebedarf bewertet nicht nur, wie viel Energie ein Gebäude braucht, sondern auch, wie klimafreundlich sie erzeugt wird.
Der Primärenergiebedarf ist eine zentrale Kennzahl im Energieausweis: Er multipliziert den Endenergiebedarf eines Gebäudes mit dem Primärenergiefaktor des Energieträgers. Dieser Faktor bildet ab, wie viel Energie inklusive Gewinnung, Umwandlung und Transport tatsächlich aufgewendet wird – Strom aus dem Netz hat einen Faktor von 1,8, Heizöl und Gas 1,1, Holz 0,2, Umweltwärme der Wärmepumpe 0.
Primär- vs. Endenergiebedarf
Der Endenergiebedarf beschreibt, was beim Gebäude ankommt und bezahlt wird – relevant für die Heizkosten. Der Primärenergiebedarf bewertet zusätzlich die Klimawirkung des Energieträgers: Ein Haus mit Wärmepumpe kann trotz ähnlichem Endenergiebedarf einen deutlich besseren Primärenergiewert haben als eines mit Ölheizung.
Warum die Kennzahl an Bedeutung gewinnt
Die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes sind als Primärenergie-Grenzwerte formuliert; Förderstufen und Effizienzhaus-Standards ebenso. Für Eigentümer heißt das: Der Wechsel des Energieträgers – etwa von Gas zur Wärmepumpe – verbessert die Bewertung des Hauses oft stärker als kleinteilige Dämmmaßnahmen. Eine Energieberatung zeigt, welche Kombination am meisten bringt.
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Häufige Fragen
Die Endenergie kommt beim Gebäude an und steht auf der Abrechnung; die Primärenergie bewertet zusätzlich Gewinnung und Umwandlung des Energieträgers – also die Klimawirkung.
Wegen der Umwandlungsverluste im Kraftwerkspark (Faktor 1,8 vs. 1,1) – die Wärmepumpe gleicht das durch ihre Effizienz mehr als aus: Aus 1 kWh Strom werden 3–4 kWh Wärme.
Im Energieausweis – als Kennwert in kWh/(m²a). Förderstandards wie das Effizienzhaus sind über Primärenergie-Grenzwerte definiert.