Bewertung
Quadratmeterpreis
Der Quadratmeterpreis macht Immobilien vergleichbar – ist aber nur so gut wie die Wohnfläche und die Vergleichsobjekte dahinter.
Der Quadratmeterpreis ist der Kaufpreis einer Immobilie geteilt durch ihre Wohnfläche – die gängigste Vergleichsgröße am Markt. Er ermöglicht den schnellen Überblick über Lagen und Objekttypen, etwa zwischen Stuttgarter Stadtteilen oder zwischen Stadt und Umland.
Was den Quadratmeterpreis verzerrt
- Falsche Flächen: Ohne saubere Berechnung nach Wohnflächenverordnung ist jeder Quadratmeterpreis Makulatur.
- Angebots- statt Verkaufspreise: Portale zeigen Wünsche, die Kaufpreissammlung des Gutachterausschusses zeigt Realität.
- Äpfel und Birnen: Baujahr, Zustand, Energieeffizienzklasse und Mikrolage machen aus demselben Quadratmeterpreis völlig verschiedene Objekte.
Richtig einordnen
Als erste Orientierung ist der Quadratmeterpreis wertvoll – als Bewertungsersatz nicht. Eine fundierte Immobilienbewertung kombiniert ihn mit echten Vergleichsverkäufen und den Besonderheiten des Objekts. Faustregel: Je besonderer die Immobilie (Hanglage, Altbau, Aussicht), desto weniger taugt der Durchschnittswert der Nachbarschaft.
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Häufige Fragen
Kaufpreis geteilt durch die Wohnfläche nach Wohnflächenverordnung – nicht durch Grund- oder Nutzfläche. Eine falsche Flächenbasis verzerrt jeden Vergleich.
Portale zeigen Angebotspreise – also Wünsche. Tatsächlich beurkundete Preise liegen je nach Marktlage darunter oder darüber; die Wahrheit steht in der Kaufpreissammlung des Gutachterausschusses.
Der Durchschnitt des Stadtteils ist nur der Startpunkt: Zustand, Baujahr, Energieeffizienzklasse und Mikrolage verschieben ihn erheblich. Eine fundierte Immobilienbewertung ersetzt er nicht.