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Virtualisierung - Ein kleiner Erfahrungsbericht

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In den letzten Tagen habe ich mich mit dem Thema Virtualisierung für den Hausgebrauch beschäftigt.

Das Ziel war: Mein altes, lärmendes, pfeiffendes, träge gewordenes, seit 7 Jahren laufendes XP-System (xpc,Athlon 2000+, winXP) auf meinem neuen Rechner (Asus, OllInOne, Dualcore, win7) in VirtualBox im Zugriff zu haben.

Erste positive Erfahrungen mit dem gratis erhältlichen Virtualbox hatte ich schon, wodurch die Entscheidung welcher Virtualisierer zum Einsatz kommen soll, schon getroffen war.

Jetzt war der Plan: Mit dem gratis standalone Converter des kommerziellen Konkurrenten VM-Ware die "alte Gurke" in eine VM (virtuelle Maschine) zu konvertieren und diese VM-Datei auf meinem neuen Rechner in VirtualBox zu importieren.

vm vm vm
Alten Rechner konvertieren, 1 Partition, 20 Gigabyte, abspeichern auf NAS, Dauer ca. 3 Stunden. Auf Zielrechner kopieren, 20 Min..
In Virtualbox importieren ging flott. Spannung steigt... VM anwerfen - Absturz :-(

Googeln, Leidensgenossen suchen, 4 weitere VM's mit unterschiedlichen Parametern konvertieren, kein Erfolg. Spätestens kurz nach dem Win-Startscreen war Essig.

--- real expandierende Ratlosigkeit ---



Finde heraus, dass der VM-Konverter auch Images von Acronis-Trueimage verarbeiten kann. Da ich Acronis seit Jahren ob der exzellenten Funktion im Einsatz habe, schöpfte ich wieder etwas Hoffnung.



Aus der Odyssee durch die Virtualisierungsforen hatte ich noch folgende Info:

  1. Die Virtuelle Maschine nach dem Konvertieren zuerst, mit dem ebenfalls Gratis erhältlichen, Player von VM-Ware öffnen.
  2. In Virtualbox unter Settings/System/ "IO APIC" aktivieren.


Gesagt getan, Acronis-Image erstellt, konvertiert, in Player3.0 von VM-Ware geöfffnet, Treibererkennung, Neustarts, keine Pobleme, im VM-Ware Player tuts!

VM in Virtualbox gestartet, VM Bootet, Startscreen, altes System läuft auf neuem Rechner, happy, Freude :-)



Guest-Additions Installieren, in der VM im Menü unter Devices.

Netzwerktreiber hat noch etwas gezickt, der Treiber vom VM-Ware Player hatte sich vorgedrängt, deshalb den anderen Treiber für die Netzwerkkarte der VM bei der Netzwerkkarteninstallation manuell auswählen. Der Grund dafür liegt am Erststart im VM-Ware Player. Ob es diesen Erststart tatsächlich benötigt, habe ich nicht mehr überprüft. Vielleicht gehts auch ohne.

Surfen, Drucken alles funktioniert.



Zu erwähnen bleibt noch, der Umständliche und hakelige Download des Konverters und des Players auf der Seite von VM-Ware. Nach Anmeldung und Eingabe vieler Daten erhält man per Mail einen Link, beim Konverter hat es beim 2. Versuch funktioniert, der Download des Player machte mehr Probleme. (Wie bereits erwähnt: eventuell könnte es vielleicht auch ohne gehen)



Ja - ich weiß, ein leiser stromsparender AllInOne-Rechner mit 4 Gigabyte Arbeitsspeicher ist eigentlich kein aktuelles System für Virtuallisierungsspielereien. Dennoch, mein altes System startet in der Box ca. 3x so schnell wie auf dem alten Rechner und lässt sich flüssig bedienen. WinXP und Ubuntu parallel in Virtualbox unter win7 funktioniert auch tadellos.



Dies ist ein subjektiver Erfahrungsbericht zur eventuellen Inspiration von Anwendern mit ähnlichen Problemen, Nachahmung auf eigene Verantwortung, jegliche Haftungsansprüche sind selbstverständlich ausgeschlossen (c;





 

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Fortschritt ist der Weg vom Primitiven über das Komplizierte zum Einfachen.

Wernher von Braun


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